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Environmental Assessment & Planning Research GroupInnovationsbiographie der Windenergie

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Innovationsbiographie der Windenergie

Projektdaten
Förderung:
Volkswagen- Stiftung
Projektleitung:
Prof. Dr. Johann Köppel
(FG Umweltprüfung und Umweltplanung)
Bearbeitung:
Dipl.-Ing. Elke Bruns
Laufzeit:
April 2005 - August 2007
Projektbeschreibung:
ZTG (Zentrum Technik und Gesellschaft)

Fragestellungen aus planerischer Perspektive

Im Rahmen des Forschungsprojektes (vgl. Projektbeschreibung ZTG) befasst sich das Fachgebiet mit der Innovationsgeschichte der Windenergienutzung aus planerischer Perspektive. Dabei stehen folgende Forschungsfragen im Vordergrund:

  • In welchen Phasen der Innovationsgeschichte haben planerische Steuerungsinstrumente Einfluss auf das Innovationsgeschehen genommen? Welcher Art war dieser Einfluss?
  • Welche Rolle haben planerische Steuerungsinstrumente für die Entwicklung der Windenergienutzung gespielt?
  • Welches sind die zentralen Akteure in den jeweiligen Konstellationen, die das Geschehen von planerischer Seite beeinflussen?
  • Welche Rahmenbedingungen beeinflussen die Steuerungsfähigkeit von Planung?
  • Wie „wirksam“ war schließlich die Planung im Hinblick auf Steuerung und Konfliktminderung?

Vorgehensweise

Anhand einer systematischen Auswertung der Fachliteratur werden zunächst thematische Schwerpunkte identifiziert, chronologisch geordnet und somit Entwicklungslinien der fach­lichen Auseinandersetzung aus planerischer und naturschutzfachlicher Perspektive aufgezeigt. Parallel dazu wird in Ergänzung der Konstellationsanalyse auf Bundesebene ein Fokus auf die Länderebene gesetzt: Durch welche Maßnahmen und Rahmenbedingungen haben die Landesregierungen eine erfolgreiche Entwicklung der Windenergienutzung unterstützt? Welche planerischen und vorhabensbezogenen Instrumente wurden in den Ländern, die in Deutschland an der Spitze der Windenergienutzung stehen (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig Holstein) eingesetzt, um eine Entwicklung der Windenergienutzung zu ermöglichen? Welche Rolle spielt insbesondere die Regional­planung hierfür? Eine Dokumentenanalyse von Regionalplänen soll den Umgang mit dem Nutzungsanspruch Windenergie beleuchten. Welches Zusammenspiel bzw. welche Konflikte entstehen daraus für die kommunale Entscheidungsebene? Inwieweit die Kommunen angesichts der Privilegierung von WEA im Außenbereich von der Möglichkeit der planerischen Steuerung durch Ausweisung von Vorrangstandorten im Flächennutzungsplan Gebrauch gemacht haben, wird in einer repräsentativen Zufallsstichprobe ermittelt. Die Wirksamkeit planerischer Steuerung soll anhand einer Überprüfung der Übereinstimmung von Anlagenstandorten mit den für die Windenergienutzung vorgesehenen Gebietskategorien ermittelt werden. Von Bedeutung dürfte hier die Frage nach dem notwendigen zeitlichen Vor- bzw. Nachlauf sein: welche Zeiträume beansprucht Planung, bis sie wirksam wird? Wirken sich planerische Steuerungseffekte möglicherweise zu spät aus? In welchem Maße durch planerische Steuerung auf der Ebene der Regionalplanung wie auch auf der kommunalen Ebene eine Konfliktminderung erreicht werden kann, soll anhand der Auswertung von Gerichtsurteilen nachvollzogen werden: nehmen Konfliktfälle zwischen Regionalplanung und Kommunen bzw. zwischen Betreiber und Genehmigungsbehörde ab oder bleiben sie unvermindert?

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